12/02/2014

Unterschrift


Ich gehe einmal davon aus, dass bekannt ist, dass die meisten Japaner in den allermeisten Fällen Dokumente oder dergleichen Schriftstücke nicht UNTERSCHREIBEN, so wie dass in Europa so selbstverständlich ist.
Die "Unterschrift", ein beinahe fälschungssicheres, unverwechselbares Zeichen der eigenen Identität, ist hier nicht sonderlich üblich. Statt dessen verwenden die Japaner MEISTENS Stempel mit ihrem Namen.
Bei unwichtigen Sachen, wie zum Beispiel wenn der Postbote irgend etwas anliefert, bekommt er einen Stempel auf sein Schriftstück gedrückt, den man für 1 Euro überall in Buchhandlungen kaufen kann. Selbstverständlich ist dieser Stempel dann für alle Leute, die zum Beispiel Suzuki heißen, identisch.
Ein bischen individueller müssen sie es nur haben, wenn man zum Beispiel einen Kredit für ein Haus aufnimmt, und einen "Bankstempel" vorlegen muss.

Ich habe manchmal den Eindruck, dass die Leute hier deswegen "Identitätsprobleme" haben.

Nichtsdestotrotz habe ICH auch einen (eigentlich mehrere) Stempel!
Das Bild zeigt den Stempel, den ich mir vor ca. 25 Jahren habe MACHEN LASSEN MÜSSEN, um mein Gehalt zu erhalten.
Für Leute, die Japanisch nicht lesen können:
die Zeichen lesen sich "gewöhnlich" NYUWA, ein Wort für "flexible".
Ich habe mir diese Zeichen herausgesucht, weil diese sich, wenn auch nicht "offensichtlich" für Japaner, auch "Tho-mas" lesen lassen = mein Name.

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